Frust und Enttäuschung haben sich angestaut, eine Situation oder Meinungsverschiedenheit droht zu eskalieren. Wie kommen wir zu einer konstruktiven Lösung und einem tieferen Verständnis füreinander?
Sie: „Kannst du nicht einmal selber das Waschbecken sauber machen, wenn du dich rasiert hast und dir die Zähne geputzt hast?! Das ist eine echte Zumutung für mich.“ Er: „Meine Güte, das ist doch kein Weltuntergang. Immer meckerst du rum.“ Bum – Tür zu. Stimmung im Keller. Hinter diesen augenscheinlich kleinen Anlässen zum Unmut steckt viel mehr, nämlich das Gefühl bei ihr, dass er die Anstrengung (Aufräumen, Putzen und so weiter) und die Bedürfnisse seiner Partnerin nicht sieht und ihr somit keine Wertschätzung zukommen lässt. Auf der anderen Seite zeigt er sich genervt über ihre Wortwahl und die sich häufenden Vorwürfe und geht ebenfalls zum persönlichen Angriff über. Wiederholen sich derartige Situationen im Alltag, belastet das die Beziehung auf Dauer sehr. Negatives Verhalten mit Schuldzuweisungen schraubt sich hoch. Gut, wenn Sie das erkennen, denn damit öffnen Sie die Tür hin zu einer möglichen positiven Veränderung.
Mehr in LZ 44-2022 ab S. 64
Wertschätzend streiten
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