Die Westfleisch-Gruppe sieht sich nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2015 zurück in der Erfolgsspur. Wie der genossenschaftliche Fleischkonzern am Montag vergangener Woche bei seiner Generalversammlung in Münster bekannt gab, lag der Umsatz im ersten Quartal 2016 mit 560 Mio. € zwar um 5 % unter dem Vorjahresniveau; das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich jedoch von 1,7 Mio. € auf 5,0 Mio. €.
Der seit Anfang des Jahres als geschäftsführender Vorstand agierende Christian Leding stellte fest: „Westfleisch bleibt unabhängig, krisenfest und handlungsfähig.“ Im vergangenen Jahr konnte das Schlachtunternehmen seinen Fleischabsatz gegenüber 2014 zwar um 3,0 % auf die neue Rekordmenge von 980 300 t steigern und dabei mehr Rinder, Kälber und Schweine schlachten, doch ging der Umsatz um 3,9 % auf 2,42 Mrd. € zurück. Verantwortlich dafür seien überversorgte Märkte, Absatzkrisen und ein lahmender Export gewesen, die für fallende Preise gesorgt hätten, erläuterte Leding. Bei gestiegenen Produktionskosten – auch in Folge des gesetzlichen Mindestlohns – sei es zu einem massiven Margeneinbruch gekommen, sodass erstmals seit vielen Jahren das Ergebnis vor Steuern mit 2,2 Mio. € negativ gewesen sei. Die Anteilseigner werden deshalb laut Unternehmen für das Geschäftsjahr 2015 keine Dividenden- und Sonderbonuszahlungen erhalten. Der zweite geschäftsführende Vorstand Carsten Schruck zeigte sich jedoch überzeugt, dass die Westfleisch 2016 wieder ein besseres Ergebnis erzielen werde, wozu auch das bereits 2015 eingeleitete Kostensenkungs- und Restrukturierungsprogramm in der Sparte Schwein beitrage.