Mehr als ein Drittel der Lebensmittel werden außer Haus verzehrt. Die Verpflegung über Krankenhausküchen, Kitas, Schulen und Restaurants ist daher ein interessanter Ansatzpunkt, um das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2030 rund 30 % der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland ökologisch zu bewirtschaften, umzusetzen. Aus diesem Grund veranstaltete das Aktionsbündnis Bioschweinehalter Deutschland (ABD) eine Online-Tagung zum Thema Einsatz von Bio-Lebensmitteln in der Außer-Haus-Verpflegung. Christian Wucherpfennig berichtet, wie die Situation aussieht.
Dr. Karl Kempkens, Leiter des neu geschaffenen Referats für Ökologische Lebensmittelwirtschaft im Bundeslandwirtschaftsministerium, stellte das Thema Außer-Haus-Verpflegung (AHV) aus Sicht der Bundesregierung vor. Dabei ist die AHV Teil der schon im Jahr 2017 vorgestellten „Zukunftsstrategie ökologischer Landbau“, die jetzt zu einer Strategie der Bundesregierung weiterentwickelt wird. Das Ziel, 30 % Bio in der Fläche zu haben, ist aus Sicht von Kempkens ambitioniert, aber auch möglich. Zu seiner eigenen Überraschung sahen AHV-Experten bei einer Befragung das Ziel zu rund 50 % als erreichbar an. Zur Erhöhung des Bio-Anteils sind schon länger die Maßnahmen „Bio kann jeder“ und „BioBitte“ umgesetzt, die unter anderem das Ziel verfolgen, das Verpflegungsangebot für Kinder und Jugendliche nachhaltiger zu gestalten sowie Informationen für die relevanten Akteure zur Verfügung zu stellen.
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