Wie gut wirken Fungizide?

Ramularia in Gerste. Foto: Hermann Hanhart

Grundsätzlich hat sich an der Wirksamkeit der Produkte zum Vorjahr nur wenig verändert, was aber nicht heißt, dass alle Krankheiten problemlos zu kontrollieren sind. Besonders bei resistenzgefährdeten Krankheiten sind die Besonderheiten der unterschiedlichen Fungizidgruppen zu beachten, warnt Hermann Hanhart, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Mehltau: Hier zeigen die Spezialprodukte Talius und Vegas noch eine gute Wirkung. Bei Talius findet man in den Regionen, in denen oft und stärker Mehltau auftritt, einzelne Isolate, die nicht sicher kontrolliert werden. Eine weite Ausbreitung derartiger Isolate findet aber noch nicht statt. In NRW kann man von einer vollen Wirksamkeit ausgehen. Wichtig ist allerdings, dass ausreichende Aufwandmengen ab 0,15 l/ha Talius zum Einsatz kommen und bei vorhandenem Befall der Mehltau mit einem eradikativ wirksamen Produkt, wie Kantik, Gladio, Ceralo, Ponto Plus, Corbel oder Agent, beseitigt wird. Vegas zeigt weniger Unregelmäßigkeiten, aber auch hiermit sollte sorgsam umgegangen werden. Das Metrafenon aus dem Capalo hat erheblich abgebaut. Allerdings ist in den letzten Jahren kein weiterer Wirkungsverlust eingetreten, sodass Capalo bei geringem bis maximal mittlerem Befall noch eine ausreichende Mehltauwirkung im Weizen zeigt. Gegen Mehltau in Gerste und Roggen kann von voller Wirkung, in Triticale von noch guter Wirksamkeit ausgegangen werden.

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