Anfang Februar fand in Oelde ein Infotag zum Betrieb von Biogasanlagen im Ökolandbau statt. Themen waren neben der Produktionstechnik auch die Bio-Richtlinien und das Nährstoffmanagement auf den Betrieben. Ulrike Westenhorst, Landwirtschaftskammer NRW, berichtet über die interessante Veranstaltung.
Zu Beginn des Infotages stand die Besichtigung einer Biogasanlage auf dem Programm. Dazu traf sich die Gruppe von rund 25 Personen auf dem Biohof Gerwin, der seit etwa eineinhalb Jahren eine neu errichtete Biogasanlage mit 99 kW Motorleistung betreibt. Wilhelm Gerwin führte die Gruppe durch die Anlage.
Gerwins begannen mit ihren Überlegungen zum Bau der Anlage bereits vor vier Jahren. In dem Gemischtbetrieb mit Mutterkühen, Schweinen, Legehennen, Acker- und Gemüsebau ist hochwertiger Dünger ein wichtiges Betriebsmittel, gleichzeitig fiel immer schon viel Mist durch die Tierhaltung an. Dieser wurde bislang zu einer Biogasanlage transportiert und entsprechend als Gärrest zurückgenommen. „Der Transport hat jedoch viel Zeit gebunden und bedeutete zusätzlichen Aufwand“, so Wilhelm Gerwin. So sei es zu der Überlegung gekommen, selbst eine Biogasanlage zu betreiben. „Wir wollten Zeiten auf der Straße einsparen und weiterhin von der Düngung mit Gärrest profitieren“, nannte der Landwirt die hauptsächlichen Gründe.
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