Wiederkäuer lesen mit Obsalim

Foto: Sabine Aldenhoff

Füttern wir unsere Rinder, Schafe, Ziegen optimal oder geht da noch was? Interessante Antworten gab am 22. Februar das Seminar „Obsalim – ein Fütterungskonzept für Rinder“ im Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Riswick der Landwirtschaftskammer NRW. Teilnehmer aus nah und fern – Ostfriesland, Niederlande, Belgien – hatten den Weg nach Kleve gefunden und ließen sich von Mechthild Knösel, Gut Rengoldshausen, Überlingen am Bodensee, die Methode erläutern.

Obsalim ist ein Kunstwort aus den zwei französischen Wörtern „observation“, also Beobachtung, und „alimentation“, also Fütterung. Die Methode wurde vor rund 30 Jahren vom französischen Tierarzt Dr. Bruno Giboudeau entwickelt, der viel mit alternativen Heilmethoden arbeitet und die Tiere sehr genau beobachtet. Er hatte das Tierwohl im Blick, als er Symptome sah, die einem Unwohlsein gleichkommen. Ist der Stoffwechsel hingegen im Gleichgewicht, geht es dem Tier gut. Mechthild Knösel hat bei Dr. Giboudeau gelernt. Obsalim gibt es für alle Wiederkäuer, im Seminar standen die Rinder im Fokus. Grundlage der Methode ist die Erkenntnis, dass Fütterungsberechnungen sowie Fütterungs- und Ruhezeiten optimiert werden können, wenn man die Tiere sehr genau beobachtet, denn sie senden eindeutige Signale. Daraus können eine bessere Herdengesundheit, bessere Futterverwertung, höhere Milchleistungen, Futtermitteleinsparungen oder Arbeitsersparnis bei gleichbleibender Leistung resultieren.

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