Biodiversitäts- und Klimakrise erfordern aus Sicht der SUR-Berichterstatterin robuste Lösungen und Kompromisse
Ein Scheitern der Verhandlungen zur geplanten Verordnung über die nachhaltige Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (SUR) würde für die Landwirtschaft mehr Schaden als Nutzen bringen. Davon ist zumindest die Berichterstatterin des federführenden Umweltausschusses im Europaparlament, Sarah Wiener, überzeugt. Angesichts der Biodiversitäts- und Klimakrise müsse proaktiv an robusten Lösungen und Kompromissen gearbeitet werden, um das Ruder noch herumzureißen, betont die Grünen-Politikerin im Interview mit Agra-Europe (AgE). „Wenn man sich hier allerdings verweigert und nicht anerkennen will, dass es überhaupt eine Krise gibt, dann können wir kaum Veränderungen herbeiführen“, stellt Wiener fest und verweist auf die Niederlande. Dort seien jetzt die Folgen einer jahrelangen Verweigerungshaltung zu sehen. Nachdem harte Maßnahmen zur Bekämpfung von Umweltproblemen nun zu spät angegangen würden, müsse möglicherweise ein Drittel der Bauern aufgeben. 10 bis 15 Jahre habe in den Niederlanden jeder „einfach die Augen zugemacht und gehofft, dass das Problem verschwindet“. Vor diesem Hintergrund unterstreicht die Parlamentarierin die Notwendigkeit von Kompromissen, „auch wenn es nicht einfach ist“.
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Wiener warnt vor Verzögerung
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