Wild auf Wild

Foto: imago images/Shotshop

Im Ende März abgelaufenen Jagdjahr 2019/20 haben die Bundesbürger deutlich mehr Wild verspeist. Wie der Deutsche Jagdverband (DJV) am Dienstag vergangener Woche mitteilte, nahm der Verbrauch an Wildbret gegenüber der Vorsaison um 24 % auf 34 000 t zu. Am begehrtesten war dabei Wildschwein mit gut 20 000 t, was zugleich einen neuen Verzehrsrekord bedeutete. Dahinter folgten Reh mit 9 000 t sowie Rothirsch mit 2 600 t und Damhirsch mit 1 300 t. Diese Mengen wurden anhand der Jagdstrecken in den Bundesländern ermittelt. Bei einer aktuellen Befragung im Auftrag des DJV gaben 55 % der Konsumenten an, mindestens einmal jährlich Wild zu essen. Gut die Hälfte besuchte dafür ein Restaurant; ein knappes Viertel kaufte das Wildbret beim Metzger und 18 % der Befragten besorgten sich das Wildfleisch direkt beim Jäger. Der DJV empfiehlt, auf die Herkunft zu achten. Besonders in Supermärkten werde oft sogenanntes Wildfleisch aus Osteuropa und Übersee verkauft, das größtenteils von Tieren aus Gatterhaltung stamme. Auf der Internet-Plattform Wild-auf-Wild.de seien jedoch mehr als 4 000 regionale Wildanbieter registriert.