Wildpflanzenanbau als Standbein

Foto: Angelika Scholich

Landwirt Rolf Beckershoff aus Mettmann produziert Wildpflanzensaatgut für das Projekt „Bergisches Saatgut für Bergische Vielfalt“ und hat Anfang Dezember seine diesjährige Ernte gedroschen. Unterstützt wurde er dabei von den Biologinnen Pia Kambergs von der Biologischen Station Mittlere Wupper und Stefanie Egeling von der Biologischen Station Haus Bürgel. „Mit dem gewonnenen Saatgut verschiedener Wildkrautarten sollen artenarme Wiesenflächen im Bergischen Land zukünftig wieder aufgewertet werden“, erklärte Egeling.

Das Gemeinschaftsprojekt der beiden Biologischen Stationen wird durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR) und die Aufwind für Naturschutz gGmbH gefördert. Weitere Projektpartner sind die Biologischen Stationen Rhein-Berg und Oberberg sowie der Naturpark Bergisches Land.

Beckershoff baut seit acht Jahren Wildpflanzen an und kooperiert mit den Biologischen Stationen, um die Vermehrung des Saatguts weiter voranzutreiben. „Mich reizen besonders die Herausforderungen, die sich beim Anbau jeder neuen Art ergeben“, berichtete der Landwirt. Laut den Biologischen Stationen kann der steigende Bedarf an regionalem Saatgut derzeit kaum gedeckt werden. „Wir suchen noch dringend weitere Landwirte, die in den Anbau einsteigen, um für unsere Region eine ausreichende Artenvielfalt zu gewährleisten“, sagte Kambergs. Bei Anbau und Ernte würden die Biologischen Stationen beraten. Interessierte Landwirte können sich bei Stefanie Egeling unter E-Mail: stefanie.egeling@bsdme.de oder Telefon: 02 11/­9 96 12-26 melden.