Der Betrieb von Windenergieanlagen gehört nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu den Ursachen des Insektenrückganges in Deutschland. Darauf weist die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag hin. Langzeituntersuchungen zeigten, dass der Insektenrückgang bereits seit mehreren Jahrzehnten stattfinde. Demgegenüber habe der massive Ausbau der Windenergie in der Fläche erst in den letzten zehn bis 15 Jahren eingesetzt. Zudem verzeichneten auch solche Regionen rückläufige Bestandstrends, in denen es keine oder kaum Windräder gebe. Die Bundesregierung nennt als wesentliche Ursachen des Insektenrückgangs den Verlust und die qualitative Verschlechterung von Insektenlebensräumen, den Verlust der Strukturvielfalt und einer Vielzahl an Wildpflanzen, ein Management von Naturschutzgebieten, das zum Teil die Bedürfnisse von Insekten unzureichend berücksichtige, ferner die Anwendung von Pflanzenschutzmittel und Biozide, den Eintrag von Nähr- und Schadstoffen in Böden und Gewässer sowie die Lichtverschmutzung.