Wintergerste: Welche Sorte im Herbst aussäen?

Foto: Johannes Roeb

Wintergerste wurde in Nordrhein-Westfalen zur Ernte 2022 auf etwa 130 000 ha angebaut. Dieser im Vergleich zu den Vorjahren deutliche Rückgang der Anbaufläche lässt sich sicherlich auch auf die nur durchschnittliche Ernte 2021 zurückführen. Wie sich die einzelnen Sorten in den Sortenversuchen bewährt haben, wissen Johannes Roeb und Heinz Koch, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Als gut vermarktungsfähiges Futtergetreide wird Wintergerste sowohl in den viehhaltenden als auch in den ackerbaulich geprägten Regionen intensiv angebaut. Mit gemeldeten Erträgen von bis zu 85 dt/ha auf schwächeren Böden und bis zu 130 dt/ha auf guten Böden mit ausreichender Wasser- und Nährstoffversorgung ist zu erwarten, dass Nordrhein-Westfalen eine der besten Wintergerstenernten der letzten Jahre erzielt hat.

Grund zur Freude

Die Gesamternte dürfte aufgrund der zurückgegangenen Anbaufläche zwar geringer ausfallen als 2019, die bisher bekannten Hektarerträge liegen aber deutlich über dem mehrjährigen Ertragsdurchschnitt. Noch offen ist, wie sich die aufgrund der hohen Düngemittelkosten oft reduzierte Stickstoffdüngung und die zumindest regional begrenzte Wasserversorgung zur Kornfüllungsphase auf die breite Praxis ausgewirkt haben.

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