Mit der Rapsernte 2016 können die Landwirte in NRW nicht zufrieden sein. Niedrigere Erträge als erhofft, zusätzlich oftmals auch schwächere Ölgehalte und die niedrigen Erzeugerpreise führen in der Summe zu deutlich niedrigen Erlösen. Über die Ergebnisse der Landessortenversuche und die daraus abzuleitenden Empfehlungen für die bald anstehende Aussaat berichten Heinrich Brockerhoff und Heinz Koch, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.
Für die Aussaat im Herbst 2015 gab es in den beiden letzten Augustwochen zunächst günstige Bedingungen. Eigentlich noch zu früh, dachten viele Praktiker und warteten weiter ab. Frühsaaten liefen sehr schnell und problemlos auf. Wer weiter abgewartet hatte, der musste die Aussaat bei schlechten Witterungsbedingungen immer weiter in den September verschieben. Die Saatbedingungen für Spätsaaten waren selten optimal. Diese Bestände zeigten zunächst eine sehr verhaltene und zum Teil auch lückige Entwicklung. Der sehr milde Herbst führte in Abhängigkeit von Saattermin, Stickstoffnachlieferung und Sorte zu normalen bis sehr üppigen Beständen. Die feuchte und warme Witterung im Herbst 2015 erklärt auch das häufigere Auftreten von Kohlhernie in diesem Anbaujahr.
Mehr in LZ 32-2016, S. 16