Winterroggen: Viele gute Sorten

Winterrogen am Versuchsstandort in Lage-Heiden. Foto: Heinrich Brockerhoff

Die Anbaufläche von Winterroggen in NRW betrug im Jahr 2016 rund 17 000 ha, davon stehen nur rund 2 000 ha im Rheinland. In den klassischen Ackerbaugebieten ist Roggen leider sehr selten geworden. Roggen hat seine Verwendung neben der klassischen Verwertung als Brotroggen auch als Ganzpflanzensilage für Biogasanlagen. Heinrich Brockerhoff und Heinz Koch, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, stellen die Ergebnisse der Landessortenversuche für die Körnernutzung vor und geben Tipps für die Sortenwahl.

Alles sah nach einem eher unproblematischen Anbaujahr aus. Gute Aussaatbedingungen im Herbst, keine Probleme bis ins Frühjahr, ein für Roggen vergleichsweise geringer Krankheitsdruck bei Braunrost und eine gute Wirkung der Wachstumsregler sorgten für optisch gute und stabile Bestände mit guten Ertragsaussichten. Man soll den Tag aber bekanntlich nicht vor dem Abend loben. Bei Winterroggen fingen die Probleme in der Abreifephase an. Die Dauerniederschläge im Juni sorgten für spätes Lager. Weniger Sonnenstunden als üblich brachten keine idealen Bedingungen für die Kornfüllungsphase. Auch die weitere Abreife im Juli fand bei sehr wechselhaftem Wetter mit regelmäßigen Niederschlägen statt.

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