Woidke für weitere Krisenhilfen

Für weitere Maßnahmen zur Unterstützung der von den aktuellen Marktkrisen betroffenen Landwirtschaftsbetriebe hat sich Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke ausgesprochen. Auf der Landesbauernversammlung erklärte Woidke am vergangenen Freitag in Paaren, die Situation der Bauern sei aufgrund der lang anhaltenden Preistäler auf wichtigen Märkten wohl so angespannt wie seit Beginn der neunziger Jahre nicht mehr. Inzwischen stehe ein Teil der Tierhalter am Rande der wirtschaftlichen Existenz, was für ganz Brandenburg und darüber hi­naus ein ernstes Problem darstelle. Mit der Aufgabe der Tierhaltung und dem Wegfall der Betriebe gingen nämlich gerade dort Arbeitsplätze verloren, wo sie am dringendsten gebraucht würden – im ländlichen Raum. Nach Auffassung von Woidke kann die bereits von EU und Bund geleistete Liquiditätshilfe daher nur ein erster Schritt zur Unterstützung der Agrarunternehmen sein, dem weitere folgen müssten. Darüber hi­naus sieht der Ministerpräsident aber auch die Landwirte selbst am Zug. So führe beispielsweise am Milchmarkt kein Weg an einer Mengeneinschränkung vorbei, betonte der SPD-Politiker.