Wolf: Bewegung bei der Förderung

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Die Europäische Kommission hat den Weg dafür freigemacht, dass die Bundesländer beim wolfsabweisenden Herdenschutz zusätzlich zu den Investitionen auch den Arbeitsmehraufwand erstatten können. Das hat das baden-württembergische Umweltministerium, das zu diesem Thema einen Antrag bei der EU-Behörde gestellt hatte, am Freitag vergangener Woche mitgeteilt. „Jetzt dürfen und werden wir innerhalb unserer Fördergebiete Wolfsprävention auch die Kosten für die Zaunkontrolle und zusätzliche Pflegeleistungen jedenfalls teilweise übernehmen“, erklärte Ressortchef Franz Untersteller. Die Höhe der Aufwandsentschädigung richte sich nach der Art des Zauns und reiche pro km und Jahr von 235 Euro bis 1 230 €.

Unterdessen legte das hessische Landwirtschaftsministerium einen Entwurf zur Weiterentwicklung des Wolfsmanagementplans für das Bundesland vor. Wesentliche Neuerungen darin seien, dass sowohl die Weidetierprämie als auch die Herdenschutz-Grundprämie attraktiver gestaltet werden sollten, unter anderem durch eine Absenkung der Zugangsvoraussetzungen. Außerdem sollten Tierhalter im Umfeld ansässiger Wölfe künftig Unterstützung bei zusätzlichen Maßnahmen zum Herdenschutz erhalten, und zwar sowohl für Investitionen als auch für laufende Betriebsausgaben. Außerdem berichtete die Landwirtschaftskammer Niederösterreich (LK NÖ), dass ihre 2019 gemeinsam mit dem Niederösterreichischen Bauernbund ins Europaparlament eingebrachte „Petition Wolf“ nun in die „nächste Runde geht“. Die Petition könne nun auf europäischer Ebene weiterbehandelt werden. Unter anderem gehe es darum, die Wolfspopulationen EU-weit zu beurteilen.