Wolf oder Hund?

Foto: imago/Martin Wagner

Bei Hünxe in Nordrhein-Westfalen haben Spaziergänger laut WDR-Informationen einen verletzten Welpen gefunden und den vermeintlichen Hund mit nach Hause genommen, um ihn aufzupäppeln. Als die unerfahrenen Finder den Welpen zu Hause säuberten, kamen ihnen aber Zweifel, ob es sich tatsächlich um einen normalen Hund handelt. Ein befreundeter Jäger stellte dann auch schnell fest, dass sie versehentlich einen Wolfswelpen mit nach Hause genommen hatten.

Nach Rücksprache mit der Naturschutzbehörde des Kreises Wesel brachte der Jäger den Welpen zu einem Tierarzt, wo das verletzte Ohr des Tieres behandelt wurde, wie der WDR weiter berichtet. Auf Anweisung des Landesumweltamts wurde der Welpe anschließend wieder im Wald ausgesetzt – an einer Stelle, an der eine Wildkamera vor einigen Tagen eine Wölfin mit Gesäuge aufgezeichnet hatte – in der Hoffnung, dass die Mutter oder der Vater den kleinen Welpen findet und wieder ins Rudel integriert. Es ist allerdings unklar, ob dieser Plan erfolgreich war.

Peter Malzbender vom Naturschutzbund NABU kritisiert, dass keine genetische Probe genommen wurde, sodass man weitere Erkenntnisse über den Wolf hätte erhalten können.

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