In der Nacht von Freitag auf Samstag ist bei Martin Dickmann aus Dinslaken-Oberlohberg Damwild gerissen worden. Lokale Medien berichten, dass der Landwirt bestätigt habe, zehn seiner bis dato insgesamt 30 Tiere am frühen Samstagmorgen tot auf dem eingezäunten Grundstück an der Dickerstraße entdeckt zu haben. Unter Verdacht ist der Wolf, der aber noch durch eine DNA-Analyse als Täter bestätigt werden muss. „Wir haben dann erstmal die Polizei verständigt, die wiederum die Wolfsberater informiert hat“, erklärte Dickmann der NRZ. Das Gatter ist durch einen 2 m hohen Zaun geschützt und befindet sich direkt neben dem Wohnhaus. Die Frage, wie der Wolf über den Zaun gekommen ist, bleibt vorerst ein Rätsel. Gemeinsam mit Vertretern des Landesumweltamtes hatte der Eigentümer das Gelände nach Löchern im Zaun oder Untergrabungen abgesucht, doch der Wildzaun war unbeschädigt. Bereits vergangene Woche berichtete die LZ darüber, wie Tierhalter am Niederrhein mit der neuen Situation durch den inzwischen als sesshaft geltenden Wolf umgehen (siehe LZ 43, S. 14). Der aktuelle Vorfall in Dinslaken reiht sich ein in mehrere Rissvorfälle, die in den vergangenen Wochen bestätigt wurden.