Wolfsnachweis im Rhein-Sieg-Kreis

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Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im Rhein-Sieg-Kreis. Am 20. Mai 2019 konnte von einem Beobachter in der Nähe der Gemeinde Eitorf ein Video erstellt werden, worauf ein wolfsähnliches Tier zu sehen war, das mit einem offenbar gerissenen Reh in einem Waldstück verschwand. Der Aufnahmestandort wurde durch einen Wolfsberater verifiziert und die Bilder durch das LANUV und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) bewertet. Aufgrund des Aussehens und des Verhaltens des Tieres kann diese Beobachtung eindeutig als Wolfsnachweis gelten. Von dem Reh konnten Proben für eine genetische Untersuchung genommen werden, das Ergebnis steht noch aus.

Zuvor wurde am 17. Mai 2019 in der Nähe der Ortschaft Obereip im Rhein-Sieg-Kreis ein wolfsähnliches Tier fotografiert. Nach Verifizierung des Aufnahmestandorts durch einen Wolfsberater wurden die Fotos durch das LANUV und die DBBW eingehend geprüft. Die Bildqualität reicht jedoch nicht aus, um eindeutig beurteilen zu können, ob es sich dabei um einen Wolf handelt.

Das LANUV bestätigte inzwischen auch den weiteren Nachweis eines Wolfes in Monschau in der Städteregion Aachen. Die genetischen Untersuchungen einer Speichelprobe zeigen, dass das Tier am 29. April 2019 drei Schafe getötet hat. Die Individualisierung wird momentan noch bearbeitet. In einem weiteren Nutztierfall aus Monschau mit einem toten Schaf vom 11. April ergab die Untersuchung, dass der Verursacher nicht bestimmt werden kann (die LZ berichtete). Da ein Wolf als Verursacher in diesem Fall aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht aus-geschlossen werden kann, wird der Halter dennoch die Möglichkeit erhalten, den entstandenen Schaden durch das Land NRW erstattet zu bekommen.

Weitere Informationen zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter www.wolf.nrw.