Nach rund 15 Jahren in den Städten Düsseldorf und Köln hatte die Sozialpädagogin Katrin Buderath vom Großstadtleben genug. Sie kehrte 2019 auf den elterlichen Betrieb in Euskirchen-Kirchheim zurück und entwickelte den ehemaligen Milchviehbetrieb zum Ziegenhof. Mit ihrem neuen Konzept verbindet sie auf ihrem „Hof Zickzack“ landwirtschaftliche Erzeugung von Lebensmitteln mit der tiergestützten therapeutischen Arbeit. Annegret Keulen hat die Unternehmerin für die LZ besucht.
„Die Idee, mit einer Ziegenherde zwei berufliche Standbeine aufzubauen, habe ich lange für mich behalten. Zunächst musste ich herausfinden, ob die landwirtschaftliche Milchziegenhaltung mit Käseproduktion überhaupt etwas für mich ist“, berichtet die 38-jährige Quereinsteigerin.
Um in dieser Frage Klarheit zu erhalten, hospitierte Katrin Buderath eine Zeit lang regelmäßig auf dem Ziegenbetrieb Nilgen-Schmitz in Korschenbroich und lernte die Abläufe in einem Ziegenbetrieb mit hofeigener Käserei kennen und lieben, bis ihr ganz klar war: Ja, diese Arbeit will ich auch machen! Dann erst hat sie ihren Eltern ihr Hofkonzept präsentiert. Johann und Peter Buderath waren einverstanden und unterstützen ihre Tochter bei der Bewirtschaftung des Ziegenhofs. 2019 fiel der Startschuss für den beruflichen Neuanfang ihrer Tochter Katrin: Die angehende Ziegenhalterin erwarb die ersten sechs tragenden Weißen Deutschen Edelziegen von einem anerkannten Zuchtbetrieb. „Mir war es wichtig, mit gut veranlagten, vitalen und CAE-freien Tieren zu beginnen, weil eine Haupteinnahmequelle auch die Käseproduktion sein sollte und mit guten Zuchttieren kommt man schneller zum Erfolg“, erläutert die Betriebsleiterin ihre Wahl.
Mehr in LZ 9-2023 ab S. 39