Zu warm und zu trocken

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Das vergangene Kalenderjahr war in Deutschland das Zweitwärmste seit Beginn der offiziellen Wetteraufzeichnungen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtete, kam 2020 mit einer Mitteltemperatur von 10,4 °C auf den zweiten Platz in der inzwischen 140-jährigen Temperaturzeitreihe des DWD, obwohl extreme Hitzeperioden wie im Jahr zuvor ausgeblieben waren. Dennoch seien elf der zwölf Monate im Vergleich zur Referenzperiode 1961 bis 1990 zu warm gewesen, bilanzierte DWD-Klimaexperte Dr. Thomas Deutsch­länder. Zudem war das vorige Jahr nach seinen Angaben mit einer Niederschlagsmenge von 705 l/m2 erneut zu trocken. Bundesweit sei im Flächenmittel 10,6 % weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt gefallen. Besonders regenarm habe sich das Frühjahr mit einem Defizit von 84 l oder 43 % gezeigt. Dementsprechend habe die nutzbare Feldkapazität im April nur bei rund 68 % und damit so niedrig wie noch nie im Zeitraum 1991 bis 2019 gelegen, berichtete Deutschländer. Nur aufgrund des leicht wechselhaften Wetters mit etwas überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen im Mai und August habe sich die Situation im vergangenen Sommer nicht wieder so zugespitzt wie in den beiden Vorjahren. Unter dem Strich hat dem Klimaexperten zufolge auch 2020 in der für das Pflanzenwachstum besonders wichtigen Zeit von April bis September die Trockenheit das Witterungsgeschehen dominiert. Besonders darunter gelitten hätten vor allem Obstgehölze und Wein, regional auch Mais, Zuckerrüben und Grünland. In den Wäldern habe die Trockenstresssituation in manchen Regionen bis in den November angehalten.