Die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Thailand sorgen weiterhin für Unruhe in der europäischen Zuckerwirtschaft. Kritisch blickt die Branche auf den potenziellen Marktzugang für das südostasiatische Land. Thailand ist global gesehen der fünftgrößte Zuckererzeuger und nach Brasilien der zweitgrößte Anbieter am Weltmarkt.
Mit der Vereinigung der europäischen Rübenanbauer (CIBE) und dem Verband der europäischen Zuckerindustrie (CEFS) an der Spitze drängt die hiesige Branche in Richtung Brüssel darauf, Zucker bei dem Abkommen außen vor zu lassen. Wie die EU-Dachverbände betonen, herrscht zwischen den europäischen Rübenbauern und ihren thailändischen Pendants alles andere als Wettbewerbsgleichheit: Laut CIBE und CEFS können die asiatischen Erzeuger im Pflanzenschutz 133 Wirkstoffe einsetzen, die in der EU verboten sind. Durch internationale Nichtregierungsorganisationen seien unter anderem Ausbeutung und Kinderarbeit im Zuckerrohranbau dokumentiert.
AgE