Zuckersteuer hätte Auswirkungen

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Wenn Deutschland eine Zuckersteuer auf Softdrinks einführen würde, hätte das einer neuen Studie zufolge deutlich positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung. Wie die im Fachmagazin „PLOS Medicine“ veröffentlichte Simulationsstudie zeigt, könnte eine Zuckersteuer nach dem Vorbild anderer Länder wie Mexiko oder Großbritannien den Zuckerkonsum pro Person reduzieren. Zudem gäbe es deutlich weniger Fälle von Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Den Berechnungen zufolge könnte dies im Untersuchungszeitraum von 2023 bis 2043 der Volkswirtschaft bis zu 16 Mrd. € einsparen und zugleich das Gesundheitssystem entlasten. Es wären unter anderem weniger Behandlungen nötig und Folgekosten, wie etwa Krankheitstage, würden ebenfalls sinken. „Unsere Studie zeigt, dass eine Abgabe beziehungsweise eine Steuer auf gezuckerte Getränke eine relevante Maßnahme zur Prävention von Übergewicht, Diabetes und Herzerkrankungen darstellt“, betonte Studienleiter Prof. Michael Laxy von der Technischen Universität München (TUM). Mit seiner Studie wolle das Team der Debatte in Deutschland wissenschaftliche Argumente liefern, so Laxy. Am Ende müsse aber die Politik entscheiden, ob eine solche Steuer sinnvoll sei.
Laut der Untersuchung macht es einen Unterschied, ob Softdrinks pauschal besteuert werden, beispielsweise mit einem Aufschlag von 20 % auf den Endpreis, oder ob eine Herstellerabgabe auf den darin enthaltenen Zucker gezahlt werden muss. Auch internationale Studien hätten gezeigt, dass die erste Variante vor allem zu einer verringerten Nachfrage nach Softdrinks führe, während letztere Variante zudem mit einer Änderung der Rezeptur hin zu weniger Zucker in den Softdrinks einhergehe, so die Forscher. Auch in der vorliegenden Simulation sinkt der Pro-Kopf-Zuckerkonsum stärker bei einer gestaffelten Herstellerabgabe und auch die Kosteneinsparungen sind deutlich höher. AgE