Unter den Landwirten in der Europäischen Union herrscht weniger Zuversicht denn je. Das belegen die Ergebnisse des jüngsten „Landwirtschaftsbarometers“ der EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA). Demnach fiel der betreffende Indexwert, der von minus 12 bis plus 8 reicht, im ersten Quartal 2016 auf minus 10. In den letzten sechs Jahren hatte es mit minus 5 im ersten Quartal 2010 den niedrigsten und mit plus 5 im ersten Quartal 2014 den höchsten Indexwert gegeben. Hauptgründe für die aktuell fehlende Zuversicht unter den Landwirten seien der Wirtschaftsabschwung, der Einbruch der Rohölpreise, der starke Anstieg der Betriebsmittelkosten und das russische Agrarimportembargo, erklärten COPA und COGECA am vergangenen Donnerstag in Brüssel. Die Erhebung zur Stimmung in der EU-Landwirtschaft wird zwei Mal pro Jahr durchgeführt. Dabei werden in elf Ländern insgesamt mehr als 8 000 Landwirte befragt. COPA/COGECA-Generalsekretär Pekka Pesonen erklärte, „unser Landwirtschaftsbarometer bestätigt, dass die EU-Bauern den Druck wirklich zu spüren bekommen“.