Zwei Bauerndemos - ein Ziel: Am 14. und 22. Oktober protestieren Landwirte in Bonn

Der Unmut bei den Landwirten in ganz Deutschland über das Agrarpaket und weitere Verordnungen ist groß. Sie machen ihrem Ärger in zwei Kundgebungen am 14. und 22. Oktober in Bonn Luft.

Unter dem Motto  „Es ist 5 vor 12! Keine Zukunft ohne Bauern!“ protestieren am kommenden Montag (14. Oktober) um 11.55 Uhr Landwirte aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium in Bonn-Duisdorf (Rochusstraße 1). Staatsekretär Dr. Aeikens vom Bundeslandwirtschaftsministerium hat zugesagt, bei der Kundgebung mit den Bauern in den Dialog zu treten. Gemeinsam haben gleich fünf Bauernverbände zu der Aktion aufgerufen: Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV), der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV), der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau, der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz-Süd sowie der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer.

Die Landwirte demonstrieren gegen das Agrarpaket sowie weitere neue Verordnungen der Bundesregierung. Dazu gehören das Aktionsprogramm Insektenschutz mit zusätzlichen Pflanzenschutzauflagen, das Tierwohl-Label und die Mittelumschichtung der EU-Agrargelder von der ersten in die zweite Säule sowie die neue Düngeverordnung. Der Berufsstand befürchtet, dass die Bauern in ihrer Existenz gefährdet werden. „Keine Zukunft ohne Bauern!“, fordert der RLV. „Wir wenden uns konsequent gegen eine Ausdehnung des Ordnungsrechtes und setzen uns für das mit der Politik in Nordrhein-Westfalen über viele Jahre hinweg erfolgreich entwickelte Prinzip der Kooperation ein“, fordert der Verband. Mit der Demo am Montag wolle man ein Zeichen setzen. Ein Zeichen, das sagt: „Stopp! So nicht!“.

Die Bauernbewegung „Land schafft Verbindung - wir rufen zu Tisch“ ruft am 22. Oktober um 11.00 Uhr in Bonns Innenstadt auf dem Münsterplatz zu einer Kundgebung auf. Die Bewegung ist kürzlich aus einer Facebook-Gruppe entstanden. Sie protestieren gegen das Agrarpaket, das die bäuerlichen Familienbetriebe gefährde, gegen die Verschärfung der Düngeverordnung, gegen das „Bauernbashing“ und die negative Stimmungsmache sowie gegen das  Mercosur-Handelsabkommen.