Am Mittwoch dieser Woche soll das aktuelle Ziel der anhaltenden Proteste der niederländischen Landwirte das Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RIVM) in Bilthoven sein, wie Sieta van Keimpema als Sprecherin von Farmers Defense Force bestätigt. Dies soll der Start in eine zweite Protestwelle sein. Die Landwirte protestieren unter anderem gegen die Pläne von Ministerin Schouten, ab dem 1. September den Eiweißgehalt in Futtermitteln zu senken und so den Stickstoffausstoß in der Landwirtschaft zu reduzieren. Die Organisation stellt die Modelle und Messungen der Stickstoffemissionen seit langem infrage und befürwortet eine Reduzierung des Stickstoffausstoßes in anderen Branchen, wie der Abfallverwertung. Die Provinzen Groningen, Drenthe und Friesland hatten ein Demonstrationsverbot mit Traktoren. Die Proteste – im Bild ist eine Kundgebung vor dem Parlament zu sehen – seien in der letzten Zeit aus dem Ruder gelaufen, heißt es. Es stand den Landwirten jedoch frei, ohne Traktoren gegen die Pläne von Ministerin Schouten zu demonstrieren. Nachdem sich mehrere Landwirte daran nicht gehalten hatten, waren sie Anfang des Monats bei einer Kundgebung verhaftet worden. Was genau für den Aktionstag geplant ist, stand zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest.